Aufbau und Streckenführung:

So wie wohl bei fast jedem Modelleisenbahnfreund gab es bei uns einen langen Prozess der Selbstfindung. Natürlich sollte damals am Anfang das Motiv ein Bahnhof an einer elektrifizierten Hauptstrecke mit abzweigender Nebenbahn nach einem realen Vorbild sein. Aber je mehr unsere Planungen fortschritten, umso mehr holte uns die Realität ein. Sollte die Anlage doch für Ausstellungsbesuche transportabel sein und auch der Platzbedarf blieb eine bedenkenswerte Größe. So wurde der entscheidende Einfall geboren: Warum sollten wir uns nicht allein auf eine Nebenbahn beschränken? Und wenn schon Nebenbahn, dann kann es auch eine Kleinbahn sein und da bieten sich doch die Kleinbahnen der Altmark mit ihrer Vielfalt an – siehe Geschichte.

Um die Anlage mit geringem Aufwand transportieren zu können, beschlossen wir, diese in Segmentbauweise aus einheitlichen, leicht zu handhabenden Anlagenteilen aufzubauen, mit den Maßen 2,00 m x 0,60 m. Dazu sind nun auch mehrere Fünfecke in den Kantenlängen 1,20 x 1,00 m gekommen, um so die Gleisbögen eleganter gestalten zu können. Aus diesem Grund kamen wir auch nicht umhin, weitere Zwischenstücke zu konzipieren, um dann wieder auf das Rastermaß kommen.
 

Schematischer Anlagenplan endgültig (2)

Auf unserer Anlage haben wir ausgewählte charakteristische Bahnhöfe bzw. Betriebsstellen der Kleinbahnen der Altmark dargestellt, wobei großer Wert auf eine möglichst exakte Vorbild- und Detailtreue gelegt wurde. Die gewählte Streckenführung (Klein Rossau - Badel - Diesdorf bzw. Klein Rossau – Apenburg) entspricht zwar nicht der Realität,  erfüllt aber unsere oben festgelegten Grundsätze.

Wir haben uns bei der Umsetzung der Bahnhöfe ins Modell so genau wie möglich an das Vorbild gehalten. Die Bahnhofsanlagen wurden im Längenmaßstab nur geringfügig gekürzt. Alle wichtigen Hochbauten sind im Eigenbau entstanden, andere Gebäude im Ort sind abgewandelte Bausätze verschiedener Hersteller.

Beschreibung der Bahnhöfe und Betriebsstellen siehe dort.

Sicherlich mussten wir auch „Lehrgeld“ zahlen, das sich aus den gewonnenen Erfahrungen von diversen Ausstellungssteilnahmen  ergab, waren doch einige „Schwachstellen“, auszumerzen. Wir haben einige Teile neu gestaltet, weil sie unseren hohen Anforderungen nicht mehr genügten.  Um die Anlage in ständig ansehnlichem Zustand zu halten, werden regelmäßig Ausbesserungen und Verfeinerungen vorgenommen.

Die Anlage ist überwiegend mit Gleismaterial der Fa. Tillig (Pilz Elite) ausgestattet, wobei auf den in letzter Zeit überarbeiteten Teilen die Schwellenabstände kleinbahngerecht vergrößert wurden. Wir fahren analog mit Fahrreglern von SB-Modellbau und Heißwolf. Der Zugbetrieb wird nach Kursbuch Anfang der 60er-Jahre durchgeführt.

 

 

Unsere Modellbahnanlage

Bahn2